
Wer in der eigenen Wohnung mit Holz heizt, kann noch einmal Geld sparen, wenn er das Holz selbst im Wald abholt. Hierfür muss man beim zuständigen Forstamt nachfragen, welche Hölzer zur Abholung durch Privatkäufer bereitliegen. Das Fällen der Bäume übernehmen aufgrund der Unfallgefahr stets geschulte Waldarbeiter. Als Privatkäufer muss man die Stämme allerdings noch in die richtige Größe zurechtschneiden. Dies geht am besten mit einer Kettensäge, die man nur nach einer geeigneten Sicherheitsschulung selbst bedienen sollte. Die hierfür notwendigen Kurse werden ebenfalls meist von den zuständigen Forstämtern angeboten. Sobald man über den entsprechenden Nachweis verfügt, kann man im Wald sein eigenes Brennholz machen.
Nach längerem Gebrauch wird man bemerken, dass die Schärfe der Kettensäge nachlässt. Mit einer stumpfen Kettensäge muss man wesentlich mehr Körperkraft aufbringen, um die Stämme zerteilen zu können. Damit die Säge nicht irgendwann im Holz stecken bleibt, muss man die Sägekette schärfen. Hierzu sind ebenfalls wichtige Sicherheitsvorkehrungen wichtig. Bevor man mit den Händen nach der Sägekette greift, muss man zum Beispiel sicherstellen, dass diese blockiert wurde. Nur so ist gewährleistet, dass sie nicht aus Versehen anlaufen kann und man sich daran schwer verletzt. Nun benötigt man eine spezielle Kettenfeile, mit der man jeden einzelnen Sägezahn vorsichtig schleift. Die Feile muss hierzu in einem passenden Winkel angesetzt werden und darf nur in einer Richtung bewegt werden. Etwa drei Feilenzüge sollten reichen, damit der jeweilige Zahn wieder seine volle Schärfe erhält. Die Kettenglieder zwischen den Sägezähnen dürfen nicht gefeilt werden, da diese für den sicheren Halt der Sägekette verantwortlich sind. Würde man hier mit der Feile die Festigkeit der Kettenglieder angreifen, könnte es beim nächsten Gebrauch der Säge passieren, dass die Kette reißt. In diesem Fall könnten sich alle Anwesenden schwer verletzen.
Da die Kette teilweise im Inneren der Kettensäge entlang geführt wird, ist es notwendig, die Kette nach und nach weiterzudrehen, damit man alle Sägezähne schärfen kann. Hierzu muss zunächst die Blockierung aufgehoben werden. Dann ist große Vorsicht geboten, denn man muss mit der Hand die unblockierte Kette greifen und weiterdrehen. Nur so kann man sicherstellen, dass man wirklich alle Kettenteile schärfen konnte. Würde man die Sägekette mithilfe des Sägenmotors drehen, wäre diese Bewegung so schnell, dass man nicht mehr nachvollziehen könnte, an welcher Stelle der Kette man bereits gearbeitet hat. Am besten markiert man auch zu Beginn der Arbeit den Kettenzahn, den man zuerst geschliffen hat, damit man weiß, wann man das Ende der Kette erreicht hat.
Nachdem man die Kette geschärft hat, ist es auch sinnvoll, den Motorblock der Säge zu warten. Man kann damit beginnen, das Gehäuse und das Innere gründlich zu reinigen. Dann werden bewegliche Teile mit Öl oder ähnlichem Schmiermaterial benetzt, damit bei der Benutzung keine unnötige Reibung den Verschleiß des Gerätes vorantreibt. Auch sollte regelmäßig überprüft werden, ob alle Schläuche und Motorteile noch funktionsfähig sind. Nach einer solch gründlichen Reinigung kann die Kettensäge wieder eingesetzt werden.
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